Au-pair-Programm in Deutschland2018-03-28T21:01:49+00:00

Au-pair-Programm in Deutschland

Bei einem Au-pair-Programm bekommen Jugendliche aus allen Teilen der Welt die Möglichkeit, für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel sind das 6 – 12 Monate) in einer deutschen Gastfamilie zu leben. Sie lernen das tägliche Familienleben ihrer Gastfamilie kennen, verbessern ihre deutschen Sprachkenntnisse und bekommen einen interessanten Einblick in eine andere Kultur. Die Aufgaben eines Au-pairs bestehen hauptsächlich in der Kinderbetreuung aber auch in der gelegentlichen Mithilfe im Haushalt, als Gegenleistung bietet die Gastfamilie Verpflegung, Unterkunft und ein Taschengeld. Das Au-pair-Programm ist für beide Parteien (Gastfamilie und Au-pair) sehr vorteilhaft und interessant. Ein Au-pair ist auf gar keinen Fall als Hausangestellter zu betrachten, sondern als Familienmitglied.

Voraussetzungen für Gastfamilie:

  • Ehepaare, Alleinerziehende oder unverheiratete Paare mit Kindern;

  • Mindestens ein Elternteil muss die deutsche Staatsangehörigkeit bzw. die Staatsangehörigkeit eines EU-/EWR-Staates oder der Schweiz besitzen und die Muttersprache der Familie muss Deutsch sein. Wird in der Familie Deutsch als Familiensprache gesprochen, darf ein Au-pair nicht aus einem Heimatland der Gasteltern kommen;

  • Ein eigenes Zimmer für das Au-pair innerhalb der Familienwohnung, -Haus muss vorhanden sein;

  • Die Familie muss finanziell in der Lage sein für das Au-pair aufzukommen / berufstätig sein.

Voraussetzungen für Au-pair:

  • Alter 18 – 26 Jahre;

  • Erstmalige Au-pair-Aufenthalt in Deutschland;

  • Ledig sein und keine eigene Kinder haben;

  • Mindestens über die Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen. (Nachweisbar durch ein Deutsch-Zertifikat A1-Levels oder höheren, bei Germanistik-Studenten bitte eine Kopie des Diploms, bzw. Studienbescheinigung vorlegen);

  • Erfahrung bei der Kinderbetreuung

  • Gesund sein.

Aufgaben eines Au-pairs

Die täglichen Aufgaben eines Au-pairs sind sehr unterschiedlich. Sie hängen ganz von der Eigenart und dem Lebensstil der Familie ab, die das Au-pair bei sich aufgenommen hat.

Zum Alltag eines Au-pairs gehört im Allgemeinen:

  • Die jüngeren Kinder zu betreuen, das heißt, sie zu beaufsichtigen und auf dem Weg in den Kindergarten oder in die Schule oder zu bestimmten Veranstaltungen zu begleiten, mit ihnen spazieren zu gehen oder zu spielen;

  • Das Frühstück und einfache Mahlzeiten zuzubereiten;

  • Leichte Hausarbeiten zu verrichten, also mitzuhelfen, die Wohnung sauber und in Ordnung zu halten sowie die Wäsche zu waschen und zu bügeln;

  • Das Haus bzw. die Wohnung helfen zu hüten und die Haustiere zu betreuen.

  • Die Kranken- und Altenpflege (Betreuung pflegebedürftiger Familienangehöriger) gehören NICHT zu den Aufgaben eines Au-pairs!

Regeln und Bedingungen des Au-pair-Programms

Lasha aus Georgien hat vom März bis November 2016 an dem Au-pair-Programm in Deutschland teilgenommen:

Mein Au-pair-Jahr ist jetzt fertig und ich bin jetzt in meinem Heimat. Ich will jetzt Ausbildung machen und arbeite darauf. Ich bin sehr dankbar liebe Agentur, Sie haben mir sehr geholfen. Ich habe meine Deutschkenntnisse sehr verbessert, besonders mündliche Sprachkenntnisse. Ich habe unterschiedliche Kulturen kennengelernt, neue Freunde gefunden, jetzt ist deutsche Sprache für mich keine Fremdsprache mehr. Ich habe in Familie Baumgärtel nur deutsch gesprochen und sogar jetzt spreche ich Deutsch besser als Englisch. Jetzt kann ich sagen, das war beste Entscheidung Au-pair-Jahr zu machen, weil das hat mich sehr verbessert. Nicht nur Deutschkenntnisse, sogar meine Persönlichkeit wurde sehr verbessert. Mit Jungs und Haustieren habe ich sehr viel Spaß verbracht. Nachbarn waren auch sehr nett. Ich habe für kleinen Junge fast jeden Tag Gutenachtgeschichte gelesen und das war für mich interessante Erfahrung. Ich habe mich wie Vatter gefühlt 🙂 Und jetzt natürlich lese ich Deutsch ganz gut.

Lasha, 10.11.2016

Bohdana aus der Ukraine hat von August 2015 bis Juni 2016 als Au-pair in Deutschland verbracht:

An meine Erfahrung als Au-pair erinnere ich mich immer gerne, denn die Zeit, wo ich viel Neues über zwischenmenschliche Beziehungen und über sich selbst gelernt habe, ist für mich besonders wertvoll.
Alles begann in 2014, als ich mein Studium als Englisch- und Deutschlehrerin in der Ukraine absolviert habe. Da entschied ich mich ins Ausland zu fahren um Deutsch tiefer zu lernen.
Als Zielland habe ich Österreich gewählt, weil die Natur und Kultur dieses Landes für mich immer ansprechend waren. Während ich Skifahren ging und Apre Ski Kultur kennenlernte, haben sich meine Sprachkenntnisse sich erheblich verbessert.
Nach dem Au-pair Aufenthalt in Österreich wollte ich unbedingt wissen und erleben, was Deutschland mit seiner reichen Kultur den jungen Menschen aus der ganzen Welt anzubieten hat. Dabei fand ich Frankfurt am Main als der Schauplatz für die weltbedeutenden Veranstaltungen sehr anlockend.

Bad Homburg

Meine Gastfamilie wohnte in einer schönen Stadt in der Nähe von Frankfurt – Bad Homburg vor der Höhe, eine Stadt mit der atemberaubenden Aussicht auf das Gebirge Taunus, wo ich mich von Anfang an daheim fühlte.
Bei der Familie R. habe ich mich auch ziemlich schnell eingelebt. Dabei spielte eine große Rolle, dass die meine Gastmutter, die Frau R. aus meinem Nachbarschaftsland Russland kam und daher kannte meine Sorgen wie ihre eigene und hat mich immer unterstützt und wertvolle Tipps gegeben.
Die Frau R. erzog ihre beiden Söhne (Adriano, 10 Jahre alt, Valentino, 3 Jahre alt) allein. Wie in einer Familie war die Verantwortung für die Kinder geteilt. Meine Pflichten waren mir klar: ich sollte dafür sorgen, dass die beiden Jungs rechtzeitig aßen und in die Schule/Kindergarten gingen. Bei der Vorbereitung der Hausaufgaben in Deutsch haben wir mit Adriano einander geholfen – ich als eine begeisterte Lehrerin und Adriano als ein redelustiger Muttersprachler. Was mir auch gefiel war die Anforderung, dass ich mit den Kindern Englisch und Deutsch reden sollte – so blieb ich immer auf dem Ball.
Schwimmen gehen, spielen, Radfahren, gemeinsam kochen oder Ausflüge machen – das hat mir immer Spaß gemacht. Außerdem genoss ich tagsüber Freizeit. So habe ich die Frankfurter Umgebung näher kennengelernt, neue Freunde gefunden, gefeiert und mich auch für das Studium an einer Hochschule vorbereitet.
Deswegen bin froh, dass ich an Au-pair Programm teilgenommen habe und bedanke mich bei der Agentur und der Gastfamilie für die Unterstützung!

Bohdana, 04.09.2016

Registrieren